In dem Geschäft an der Marktgasse 29, sehen die Passanten unter der typischen Berner Laube immer wieder eine andere Dekoration, welche den Schmuck inszeniert. Wer kreiert und plant diese Dekoration und wann wurde das Schaufenster zum ersten Mal so geschmückt? In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen unsere Schaufensterdekoration näherbringen.

Geschichte

Jürg Stadelmann konnte 1972 die Bijouterie Hofer AG an der Marktgasse kaufen, er hatte zwei Mitarbeiter mit im Boot, die er bereits kannte; ein Graveur und eine Lernende, die bei Hans Stadelmann die Lehre als Detailhandelsangestellte absolvierte.

Sie war der Ursprungsinitiant dieser kreativen und ungewöhnlichen Schaufensterdekorationen und realisierte unzählige, aussergewöhnlichste Ideen in den relativ grossräumigen Schaufenstern an der Marktgasse und im Amthausgässli. Dieser Brauch wird bis heute weitergeführt (auch nach dem Umbau des Ladengeschäfts im Jahre 2008).


Planung

Ende Jahr schreibt Nicole Stadelmann einen ungefähren Zeitplan für das kommende Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der anstehenden Feiertage, Ausflüge, Events, Sonntagsverkäufe und darunter auch zu den Schaufensterdekorationen. Es ist wichtig ein genaues Datum festzulegen, um eventuell benötigte Materialien, wie auch das Personal zu organisieren.

Der ‘Schaufenstertag’ ist immer an einem Montag von 08.00 bis 10.00 Uhr. Bis zum Mittag soll das Dekorieren beendet sein, denn nachmittags besuchen immer öfter Kunden das Geschäft. Der Ablauf ist normalerweise stets gleich:

Die Ausnahme ist das Weihnachtsschaufenster, welches jeweils aufwändiger gestaltet wird, da die Weihnachtszeit in Bern und im Geschäft einen ganz besonderen Stellenwert hat. Das Stadelmann-Weihnachtsfenster wird während des ‘Zibelemärit’ gestaltet. Er ist der grösste Markt in der Stadt Bern und findet jeweils am vierten Montag im November statt. Anschliessend geht das ganze Team zusammen essen.


Ideenfindung

In der Bijouterie herrscht in allen Bereichen ein offener Ideenaustausch: vom Schmuckdesign, über Lösungen zu Standardproblemen bis zum Aussehen aller «Werbekanälen» (Internet, Schaufenster, Plakate und Printwerbung). Es ist eine gewöhnliche Entwicklung, dass sich bei einem KMU wie BijouxStadelmann, Standards und Gewohnheiten der Mitarbeiter*innen etablieren und in gewissen Bereichen vertiefen. Zum Beispiel sind einige Mitarbeitende für die Dekorationsideen eher engagiert als andere.

Der Goldschmied Antonio ist seit 1997 ein Teil von BijouxStadelmann und ist heute die treibende Kraft in der Ideenfindung der Schaufensterdekoration. Er besucht Schrottplätze, entdeckt Spannendes bei Familienausflügen oder inspiriert sich bei anderen Schaufenstern durch Vorbeischlendern in der Stadt. «Die meisten Ideen kommen mir in den Sinn, wenn ich Ruhe habe. Zum Beispiel am Abend oder nachts… das Erlebte vom Tag kreist dann noch in meinem Geist. Wer sich, wie ich, mit offenen Augen bewegt, sieht zum Beispiel eine verrostete Vespa oder eine verfressende Baumrinde und entdeckt dadurch viel Schönes auf unserer Welt!», sagt Antonio.


Beispiele

Mit der Einführung von Social Media und der Erschliessung von mehreren digitalen Kanälen, hat die Bijouterie auch verschiedene Möglichkeiten die Entstehungen solcher Dekorationen zu dokumentieren. Im September 2018 hat Andrin Krieg ein Video zum ‘Schaufenstertag’ gedreht. Dabei wurden Jägermeisterflaschen aus dem Freundeskreis von ihm gesammelt, Geweihe vom Naturhistorischen Museum gemietet und Metallformen von Antonio organisiert.


Bei Fragen zu unseren aktuellen oder vergangenen Dekorationen, geben wir Ihnen sehr gerne weitere Informationen. Auch auf Facebook und Instagram veröffentlichen wir jeweils Posts zu neuen Gestaltungen und Dekorationen der Schaufenster.

Bijoux Stadelmann AG
Marktgasse 29
3011 Bern

www.bijouxstadelmann.ch
info@bijouxstadelmann.ch

Kategorien: Unser Alltag

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